I. 2) d) Homogenität

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Nach Artikel 8 der Akte des UPOV-Übereinkommens von 1991 (hier) (für das System des gemeinschaftlichen Sortenschutzes (CPVR) siehe hier Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 2100/94 des Rates) muss die  Ausprägung der Merkmale, die in die Unterscheidbarkeitsprüfung einbezogen werden sowie alle anderen Merkmale, die für die Sortenbeschreibung verwendet werden, homogen sein. Diese Anforderung soll sicherstellen, dass die schutzfähigen Individuen eines Züchtungsergebnisses in den für die Sortenbeschreibung relevanten Merkmalen einheitlich sind, laienhaft ausgedrückt: ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Um zu gewährleisten, dass die Sorte anhand des Phänotyps jedes Individuums beschrieben werden kann, muss die Variationsdifferenz zwischen Individuen innerhalb einer Sorte geringer sein als die Variationsdifferenz zwischen Sorten innerhalb der relevanten Art (siehe Würtenberger / Ekvad / van der Kooij/ Kiewiet – European Union Plant Variety Protection). Daher können Individuen einer Sorte und das vorhandene Material der Sorte zwar verschiedene Variationen aufweisen, insbesondere abhängig von der Vermehrungsmethode der fraglichen Sorte (siehe hier UPOV TGP/10/2 “Prüfung der Homogenität”; siehe auch Würtenberger / Ekvad / van der Kooij/ Kiewiet – European Union Plant Variety Protection, Kapitel III). Diese Variationen müssen sich jedoch innerhalb des Spektrums bewegen, das jeweils typisch bei Sorten der einschlägigen Art ist.


I. 2) c) Unterscheidbarkeit

I. 2) e) Beständigkeit


Veröffentlicht am 26 November 2021